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Sonntag, 31. Dezember 2006

Ein frohes Neues Jahr …

… Happy new Year! Los mejores deseos por el nuevo año! Mucha salud y felicidad en este fin de año! Que pases un feliz año nuevo! Bonne Année! Feliz Año Nuevo! Felice anno nuovo! Próspero ano novo! Froches neues Char! Sung Tan Chuk Ha! Gung Haw Sun! Ching Chi Shen Tan! Giang Sing vui ve! Yiliniz Kutlu Olsun! Sawatdee pi mai! Gonghexinxi! Kurisumasu Omedeto! Godt nytåg! Godt Nytt År! Gott nyttår! Gledilegt nyàr! Onnellista Uutta Vuotta! Boldog új évet kivanok! Urte berri on! Pache salute e bon' annata! Any nou, vida nova! Hau' oli Makahiki Hou! A gut yor! Shana tova! Sas efchome mia kali kenuria chronia! Yeni yilin kutlu olsun! Felican Novan Jaron! Yengi yilingiz qutlu bulsin! Stchastlivogo Novogo Goda! Szczesliwego Nowego Roku! Jengy jylyngyz qutty bolsyn! Head uut aastat! Gelukkig Nieuwjaar! Athbhliain faoi shéan is faoi mhaise agaibh! Blwyddyn newydd dda! Kull sana wa intu tai-jibin! Akemashite omedetou gozaimasu! Mu'ng Nam Mói! Aap ko nav versh ki shoob-kaamanain! Salle no mobarãk! Selamat Hari Raya! Nyob zoo xyoo tshiab! Bliadhna mhath ùr! Arahaba fa tratry ny taona! Selemo se atlehisa le wena! Jengy jylyngyz qutty bolsyn! Jangy jylyngyz qutty bolsun! Sretna nova godina! Bloavez mad! Selamat Tahun Baru! Voorspoedige nuwe jaar! S novym rokom! Assirallamikungqerrqina! Xiannian Hao! Hsin Nien Kwai Lo! Nizhónígo nidoohah! Kolle sanna we entom tayebeen! Sawadee Bee Mai!

All meinen Lesern und Leserinnnen, wo immer Ihr seid.

Jutta

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Auflösung von Sprachrätsel No. 6

Das Märchen ist aus Georg Büchners Woyzeck

Dienstag, 26. Dezember 2006

Sprachrätsel No. 6

Zu allen Zeiten und an jedem Ort der Erde haben sich die Menschen Märchen erzählt. Und immer hat es Schriftsteller verlockt, Märchen zu schreiben, so auch der Dramatiker, dessen Namen dieses Mal gesucht wird.

„Es war einmal ein arm Kind und hatt kei Vater und keine Mutter, war alles tot, und war niemand mehr auf der Welt. Alles tot, und es is hingangen und hat gesucht Tag und Nacht. Und weil auf der Erde niemand mehr war, wollt’s in Himmel gehn, und der Mond guckt es so freundlich an; und wie es endlich zum Mond kam, war’s ein Stück faul Holz. Und da is es zur Sonn gangen, und wie es zur Sonn kam, war’s ein verwelkt Sonneblum. Und wie’s zu den Sternen kam, waren’s kleine goldne Mücken, die waren angesteckt, wie der Neuntöter sie auf die Schlehen steckt. Und wie’s wieder auf die Erde wollt, war die Erde ein umgestürzter Hafen. Und es war ganz allein. Und hat’s sich hingesetzt und geweint, und da sitzt es noch und is ganz allein.”

Die Frage lautet: Wer hat das Märchen geschrieben und wie lautet der Titel?

Auflösung siehe: http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2007/11/auflsung-zu-sprachrtsel-no-6.html

Sonntag, 24. Dezember 2006

Frohe Weihnachten …

Een Plesierige Kerfees, krismasi jema, Rehus-Beal-Ledeats, Gezur Krislinjden,, Eid Said Wa Kul Sanne Entum Bi Kheir, Felices Pasquas, Shenoraavor Nor Dari yev Pari Gaghand, Tezze Iliniz Yahsi Olsun, Zorionak eta Urte Berri On!, Shuvo Venoce, Boas Festas, Vesele Vanoce, Nedeleg laouen na bloavezh mat, Tchestita Koleda; Tchestito Rojdestvo Hristovo, Bon Nadal i un Bon Any Nou!, Feliz Navidad, Chinesisch: Kung His Hsin Nien bing Chu Shen Tan, shen dan kueile, Gun Tso Sun Tan'Gung Haw Sun, Nadelik looan na looan blethen noweth, Mitho Mokasi Kesikans, Sretan Bozic, Glædelig Jul, Merry Christmas, Jutdlime pivdluarit ukiortame pivdluaritlo!, Rôômsaid jôulupühi ja head uut aastat!, Gajan Kristnaskon, Cristmas-e-shoma mobarak bashad, Gledilig jól, Zalig Kerstfeest, Hyvää joulua ja onnellista uutta vuotta!, Joyeux Noel, Kala Christouyenna, Mele Kalikimaka ame Hauoli Makahiki Hou!, Mo'adim Lesimkha. Chena tova, Shub Naya Baras, Vrolijk Kerstfeest, Selamat Hari Natal, Nollag Shona dhuit, Gledileg Jol, Buon Natale, Kurisumasu omedetoo, Cestitamo Bozic, Geseende Kersfees, ung Tan Chuk HaNadelik looan na looan blethen noweth, Sretan Bozic, Natale hilare, Priecigus Ziemassvetkus, Linksmu sventu kaledu, Selamat Hari Natal, LL Milied Lttajjeb, Sreken Bozhik, Zalig Kerstfeest, God Jul, Maligayang Pasko!, Boze Narodzeni, Feliz Natal, Sarbatori fericite, C roshdestvom Hristovym, Bonu nadale, God jul, Schöni Wiehnachtä und e guets Neus, Hristos se rodi, Keresemese e monate, Sretam Bozic, Vesela Nova Godina, Vesele Vianoce, Feliz Navidad, Sawadee Pee Mai, Prejeme Vam Vesele Vanoce a stastny Novy Rok, Noeliniz Ve Yeni Yiliniz Kutlu Olsun, Ras el aam, Kellemes karácsonyi ünnepeket!, Krismis ki khushyaan Mubarak, Chung Mung Giang Sinh, Nadolig LLawen a Blwyddyn Newydd DDa!

allen Lesern und Freunden dieses Blogs

Jutta

Freitag, 15. Dezember 2006

Schreibtipp von Horaz III

Auch Sprach' und Versebau und Rhythmus sei*
dem wohl empfohlen, der ein echtes Werk
zu schaffen wünscht. Er kann nicht leicht zu viel
Bescheidenheit und Vorsicht in der Wahl
der Wörter zeigen. Öfters wird ein Vers
vortrefflich, bloß wenn ein alltäglich Wort
durch eine schlaue Stellung unverhofft
zum neuen wird. Wo neuentdeckte Dinge
zu sagen sind, da ists mit Recht erlaubt,
auch unerhörte Wörter zu erfinden,
wenn diese Freiheit mit Bescheidenheit
genommen wird. Auch können neue Wörter
und Redensarten … mit Sparsamkeit
gebraucht, ein Recht an gute Aufnahm' fordern.**
Was kann der Römer einem Plautus und
Cäcil gestatten, das Virgil und Varius
nicht wagen dürften? Oder soll mir übel
genommen werden, wenn ich etwas Weniges
erwerben kann, da Ennius und Cato***
die Sprache mit so vielen neuen Wörtern
bereichern durften? Immer wars und bleibts
erlaubt, ein neugestempelt Wort
von gutem Korn und Schrot in Gang zu bringen.
So wie von Jahr zu Jahr mit neuem Laube
der Wald sich schmückt, das alte fallen läßt:
so lässet auch die Sprache unvermerkt
die alten Wörter fallen, und es sprossen neue
ins Leben auf, und füllen ihren Platz.
Wir sind uns selbst und alles Unsrige
dem Tode schuldig. … Und die Sprache sollte
allein in ew'gem Jugendglanze blühen?
Viel abgestorbne Wörter werden wieder
ins Leben kehren, viele andre fallen,
die jetzt in Ehren sind, so wie der Brauch
es fügen wird, bei welchem doch allein
die Macht, hierin Gesetz zu geben, steht.

Quintus Horatius Flaccus

(In Horazens Brief an L. Calpurnius Piso und seine Söhne [Von der Dichtkunst (De arte poetica)], übersetzt von Christoph Martin Wieland)

*Ich habe den Horaz hier, um des Zusammenhangs willen, ein paar Worte mehr sagen lassen als er ausdrücklich sagt: aber um in das Ganze Zusammenhang zu bringen, müßte man ein neues Werk daraus machen.

**Was Horaz hier den Römern erlaubt, haben sich die Italiäner, Franzosen, Engländer, ebenfalls erlaubt gehalten, und nur uns Teutschen sollt es verboten sein? Als ob unsre Alten nicht einmal Barbaren gewesen wären, wie andre; und als ob jemals die Sprache eines rohen Volkes ohne fremde Hülfe hätte gebildet und bereichert werden können?

***Cato Major, oder Censorius, einer der größten Männer des alten Roms, hatte sich auch durch verschiedne historische und ökonomische Werke um die römische Sprache verdient gemacht.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Was ist eigentlich -weise?

Nun, weise ist es nicht und sprachlich ungeschickt, an allerlei Begriffe noch –weise anzuhängen: interessanterweise, freundlicherweise, möglicherweise, verständlicherweise ... fatalerweise.

Wie verständlich (– oder verständlicher?) sind Wörter, die durch –weise „veredelt“ werden? – oder hat -weise etwa gar nichts mit „weise“ zu tun, mit dem oder der Weisen?

Natürlich nicht! Vielmehr leitet es sich von jener „Beschaffenheit“ her, die bei der Verbindung „Art und Weise“ sogar doppelt-moppelt – und weist (noch einmal) auf die Besonderheit des Wortes hin, dem es angehängt ist. Vielleicht verstärkend,
verdeutlichend?

Eigentlich aber überflüssig (– oder überflüssigerweise?) und jede.falls sprachlich unschön.

Horst Dinter

Dienstag, 5. Dezember 2006

Die ungeliebte Arbeit: Überarbeiten und Feilen

Schreiben bedeutet harte Arbeit. Die erste Fassung ist niemals die richtige, auch wenn Ihnen Ihr Werk gefällt und Sie meinen, es sei aus einem Guss, und Sie den „Genius zwischen den Zeilen” (Glaubitz) vermuten. Flaubert rät Louise Colet: „Vernachlässigen Sie nichts, arbeiten Sie, schreiben Sie neu und lassen Sie das Werk erst aus der Hand, wenn Sie die Überzeugung haben, daß Sie es zu dem Grad von Vollkommenheit gebracht haben, den ihm zu geben Ihnen möglich war (kursiv jmw).” Und für Erich Fried steckt „im schnellen Schreiben und erst nachher gewissenhaft Korrigieren eine Art Respekt und Vertrauen gegenüber seinem ursprünglichen Einfall … und das … (ist) sehr gut, weil dann die Einfälle nicht so leicht austrocknen wie bei einem Menschen, der seinen eigenen Einfällen gegenüber respektlos ist und ihnen ausbeuterisch gegenübersteht”.

Lassen Sie Ihren Text ein paar Wochen liegen und streichen Sie dann all die überflüssigen Wörter, Sätze und Absätze, die sich trotz aller Bemühungen eingeschlichen haben. „Wenn es möglich ist, ein Wort zu streichen – streiche es”, rät Orwell. Ihre Worte sind nicht in Stein gemeißelt, lassen Sie jedes einzelne um seine Berechtigung kämpfen.

Alle großen Schriftsteller feilen. Fontane ist manchmal vierzehn Tage einem einzigen Wort „hinterhergerannt”. Er meint, dass drei Viertel seiner „ganzen literarischen Tätigkeit überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen” sei. „Und vielleicht ist drei Viertel noch zu wenig.” Thukydides feilte beim Schreiben seines Werkes über den peloponnesischen Krieg immer wieder am Stil. Er verlängerte ein Wort zu einem Satz oder zog einen Satz in ein Wort zusammen, ersetzte ein Substantiv durch ein Verb und umgekehrt. Capote schrieb vier Niederschriften: eine mit Bleistift, eine auf blaues, eine auf gelbes und die endgültige Version auf weißes Papier. Thurber strich neunzig Prozent seiner Wörter. Er soll seine Erzählungen fünfzehn Mal umgeschrieben und zweitausend Stunden für eine Arbeit verwendet haben, die zum Schluss höchstens zwanzigtausend Wörter umfasste. „Ich weiß nicht”, soll er geseufzt haben, „meine ersten Entwürfe klingen immer, als hätte die Putzfrau sie geschrieben. Nur ein einziges Mal ist es mir gelungen, eine Sache glatt herunterzuschreiben”. Bei Dorothy Parker kommen auf fünf Wörter sieben, die sie streicht. Schlink streicht die Hälfte dessen, was er geschrieben hat, durch, schreibt etwas anderes darüber, korrigiert später noch einmal, und manchmal merkt er, wenn er den Text schließlich ins Diktiergerät spricht, dass die zweite durchgestrichene Fassung doch die richtige war.

Sie alle kennen sicher den 23. Psalm – Der Herr ist mein Hirte. Aber Sie wissen wahrscheinlich nicht, wie viel Mühe es Luther bereitete, ihn zu übersetzen. Er feilte und strich und fügte hinzu, bis er die richtigen Worte fand. Zum Glück für uns Nachgeborene blieb das Manuskript erhalten (auch wenn Sie nicht die Schrift lesen können, erkennen Sie doch, wie sehr er gefeilt hat).



Montag, 4. Dezember 2006

Aus Schriftstellers Schreibstübchen

Schreiben muß man so, daß das Bild körperlich fühlbar wird.

Gorki