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Donnerstag, 2. Oktober 2008

Exposé-Anforderungen (vom Gmeiner-Verlag)

Allgemeines
Das Exposé soll einen Überblick über das Manuskript geben. Es ist zwar für den Autor ein Aufwand dieses zu erstellen, schafft aber die Grundlage für eine Entscheidung einen Titel zu veröffentlichen und bietet gleichzeitig für die zukünftige Vermarktung wertvolle Informationen. Es soll aus der Sicht eines Dritten formuliert sein. Die einzelnen Fragen unterhalb der Überschriften sind zu ersetzen und sollen nur ein Anhalt für die darstellenden Punkte sein.

Im Gmeiner-Verlag werden bei den Krimis Titel mit Regionalbezug und Serienfiguren bevorzugt.

Aufbau
Arbeitstitel:
Der Gmeiner-Verlag verwendet Titel, die nur aus einem Wort bestehen, um markant am Markt wahrgenommen zu werden. Diese Titel können auch aus zusammengesetzten Worten bestehen, sollen jedoch möglichst kurz sein.
Erläuterung des Titels. Warum heißt das Buch so? Welchen Bezug zum Inhalt hat der Titel?
Alternativvorschlag für den Titel.

Thema (Idee):
Um welches Thema dreht sich der Krimi? (In einem Wort die Bezeichnung/Thematik unter dem der Krimi vermarktet werden kann, z.B. Medizinkrimi, Golferkrimi, Bikerkrimi, Weinkrimi, ...)
Um was für eine Art Krimi handelt es sich? Hintergrundinformationen, Recherche (z.B. evtl. in kurzen Sätzen, wie die Polizeiarbeit recherchiert wurde) Welche ähnlichen oder vergleichbaren Titel gab es oder gibt es am Markt?

Kurzinhalt (Werbetext):
Ca. 2-3 Absätze, wie sie auf der Buchrückseite bzw. Programmvorschau abgedruckt werden. Das Ende der Geschichte muss hier nicht offenbart werden, die Handlung sollte kurz und knackig umrissen werden. Sie soll Interesse wecken das Buch zu kaufen.

Inhalt:
Darstellung der gesamten Geschichte auf ca. 1 Seite. Das Ende der Geschichte sollte hier offenbart werden (Motiv, Täter, Auflösung)

Figurenbiographien:
Hauptfiguren (nur die 2–3 wichtigsten). Alter, Aussehen, Charakter. Wer sind die Protagonisten der Geschichte, wer ihre Gegenspieler, wer die Platzhalter und Randfiguren? Was treibt die Figuren an? Wie sehen sie aus, was wollen sie und wie erreichen sie es?

Seriencharakter:
Wie sind die Hauptfiguren für weitere Titel ausbaubar? Worin besteht ein möglicher Seriencharakter? Wie könnten weitere Geschichten aussehen?

Regionalbezug:
Handlungsort(e), besondere Bezüge und Schauplätze.

Zielgruppe/Marketing:
Wer soll mit diesem Buch besonders angesprochen werden? Warum soll er gerade dieses Buch kaufen? Mit welchen Argumenten kann der Titel im Buchhandel von anderen abgegrenzt werden? Womit kann er verglichen werden? Was sind die Hauptcharakteristika für diesen Titel? Gibt es schon in der gleichen Region Krimis? Welche? Von wem? Ist der wichtigste Buchhändler in der Region zu einer Buchvorstellung bereit?

Motivation:
Warum hat man dieses Buch geschrieben und kein anderes? Wie ist man auf die Idee zum Roman gekommen? Welche Verbindung besteht zwischen Autor und Geschichte? (Formulierung aus Sicht eines Dritten, nicht in der Ich-Form)

Autor:
In 2-3 Sätzen soll eine Kurzdarstellung zum Autor erfolgen. Insbesondere soll seine Befähigung oder Bezug zum Thema herausgestellt werden. Dies ist auch die Information für den Leser auf der Buchrückseite. (Formulierung aus Sicht eines Dritten, nicht in der Ich-Form)

Darüber hinaus soll der berufliche Werdegang, Geburtsjahr, -ort angegeben werden (=Kurzlebenslauf). Die bisherigen Veröffentlichungen sollten ebenfalls erwähnt werden.
Welche Erfahrungen bestehen bezüglich Lesungen? Welche Beziehungen bestehen zu Buchhandlungen? Welche Kontakte bestehen zur Presse? Sind Sie Mitglied in Autorenvereinigungen (z.B. Syndikat, Sisters in Crime)?

Manuskriptumfang:
Anzahl Tastenanschläge (Buchstaben mit Leerzeichen)
Unter Microsoft Word sind sie unter dem Menü Datei -> Eigenschaften -> Statistik einsehbar.
Anforderung sind ca. 350.000 – 450.000 Anschläge.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Gmeiner-Verlags. Dort kommt man zum Kontaktformular für Autoren und solche, die es werden wollen. Die Mails gehen dann an den zuständigen Mitarbeiter im Lektorat)

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